Published February 1980 | Version v1
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Thoughts on the safety of final disposal of highly active substances in a rock salt formation

Description

Automatic translation:For some time now, the question of reactor safety has no longer been the sole focus of public debate. Instead, there has been a clear shift in the nuclear controversy towards the risks of reprocessing and the final disposal of radioactive waste. The disposal of radioactive waste has perhaps come to the fore because people are used to thinking only in short time frames and are now forced to plan in longer time frames, over several generations ahead, in which the biosphere must be protected from the intrusion of these substances. Only if it is possible to close the fuel cycle over these periods, including disposal, is the use of nuclear technology for energy generation justifiable. Critics of nuclear energy doubt the isolation of radionuclides from the biosphere over these long periods of time and describe final disposal as a toxic legacy for future generations. However, it is not only nuclear energy that faces the problem of closing the cycle; large parts of other production sectors are also affected, e.g. the chemical industry with its partially non-degradable toxins. However, the risks here have not been noticed nearly as much until now; they have mostly been perceived as a result of civilization and therefore unavoidable by many. However, in the whole debate about nuclear energy, which is being conducted by the most diverse groups with the most diverse motives, the justified concern of many citizens for adequate protection of their living space must not be overlooked, especially as the limits of growth and the sometimes unbridled excesses of the industrial age make the associated environmental problems clear. History, right back to antiquity, is full of examples of how conscious and unconscious destructive human activity has destroyed the environment and interfered with the ecological system, from which nature has still not recovered. Just think of the great deforestation in the Mediterranean region, the decline of the great civilizations in the Indus basin and the current problem of the "Sahel zone". However, while processes used to be much slower in the past, today - due to the concentration of major technical potential dangers - ecological balances can be destroyed on a large scale within a very short space of time. Fortunately, today the improvement of the man-made and the preservation of the natural environment is once again gaining more importance than the longstanding, albeit understandable, material situation. In the following, an attempt will be made to clarify the extent to which the procedure proposed in the Federal Republic of Germany for the final disposal of radioactive waste in suitable salt domes can be regarded as a sufficient procedure for the long-term isolation of the radioactive source by various barriers against penetration into the biosphere, especially via the groundwater1 path, and can therefore be regarded as a further closure of the nuclear fuel cycle.

Abstract (German)

In der öffentlichen Diskussion ist seit geraumer Zeit nicht mehr allein die Frage nach der Sicherheit von Reaktoren maßgebend, sondern es hat sich deutlich eine Verschiebung in der nuklearen Kontroverse gegen die Risiken der Wiederaufbereitung und der Endlagerung von radioaktiven Abfällen bemerkbar gemacht. Der Komplex Entsorgung von radioaktiven Abfällen ist vielleicht deshalb so stark in den Vordergrund getreten, weil der Mensch es gewohnt ist, nur in kurzen Zeiträumen zu denken und nun gezwungen ist, in größeren Zeiträumen, über mehrere Generationen voraus zu planen, in denen die Biospäre vor dem Eindringen dieser Stoffe geschützt werden muß. Nur wenn es gelingt über diese Zeiträume den Brennstoff-Kreislauf einschließlich der Entsorgung zu schließen, ist die Anwendung der Kerntechnik zur Energiegewinnung vertretbar. Von den Kritikern der Kernenergie wird die Isolierung der Radionuklide von der Biosphäre über diese langen Zeiträume bezweifelt und die Endlagerung als das giftige Erbe für die späteren Generationen bezeichnet. Vor dem Problem der Kreislaufschließung steht jedoch nicht nur die Kernenergie allein, sondern davon betroffen sind auch große Teile anderer Produktions zweige, z.B. die chemische Industrie mit ihren teilweise nicht abbaubaren Giften. Nur wurden hier die Risiken bis jetzt nicht annähernd so stark bemerkt; sie wurden meist als zivilisationsbedingt und somit von vielen als unvermeidlich empfunden. Allerdings darf bei der ganzen Auseinandersetzung um die Kernenergie, die von den verschiedensten Gruppen mit den unterschiedlichsten Motiven geführt wird, nicht die berechtigte Besorgnis von vielen Bürgern nach ausreichendem Schutz ihres Lebensraums Übersehen werden, zumal die Grenzen des Wachstums und die teilweisen zügellosen Auswüchse des Industriezeitalters die damit verbundenen Umweltprobleme deutlich machen. Die Geschichte, bis hinein in die Antike, ist voller Beispiele dafür, daß durch bewußtes und unbewußtes destruktives menschliches Handeln Umweltzerstörungen und Eingriffe ins ökologische System stattfanden, von denen sich die Natur bis heute nicht erholt hat. Man denke nur an die großen Waldrodungen im Mittelmeerraum, den Untergang der großen Kulturen im Indusbecken und das jetzige Problem Sahelzone. Doch während die Prozesse früher viel langsamer verliefen,können heute – durch die konzentrierten großen technischen Gefahrenpotentiale - innerhalb kürzester Zeit großräumig ökologische Gleichgewichte zerstört werden. Glücklicherweise gewinnt heute die Verbesserung der menschengeschaffenen und die Erhaltung der natürlichen Umwelt wieder höheren Stellenwert als die lange Zeit nur, wenn auch verständlich, materielle Lage. Im folgenden soll versucht werden zu klären, inwieweit das in der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagene Verfahren zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen in geeigneten Salzstöcken als ein ausreichendes Verfahren zur Langzeitisolierung der radioaktiven Quelle durch verschiedene Barrieren vor einem Eindringen in die Biospähre, speziell über den Pfad von Grundwasser1 eitern, anzusehen ist und somit von einer weiteren Schließung des nuklearen Brennstoffkreislaufs gesprochen werden kann.

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Original title (German)
Gedanken zur Sicherheit der Endlagerung von hochaktiven Stoffen in einer Steinsalzformation

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Imprint Pagination
40 p.
Report number
KFA-ISF-IB--2/80

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Notes
Document from Juelich Preservation Project