Published November 2017 | Version v1
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Analysis of the international market for the decommissioning of nuclear facilities. Status and outlook

Description

The reactor disaster in Fukushima, Japan, in 2011 led to a reassessment of the risks associated with the use of nuclear energy in many countries worldwide. In Germany, for example, it was subsequently decided to prematurely shut down eight power reactors and to phase out the use of nuclear energy for commercial electricity generation by 2022. In other countries, too, operation has been stopped and many operators are facing increasing costs for continued operation due to technical retrofitting. In addition, 60 percent of all reactors in operation worldwide are 30 years and older, bringing many nuclear facilities to the end of their design operating life. The decommissioning of these plants is therefore becoming increasingly important. The number of nuclear facilities to be decommissioned over the next 10 years is examined in this study. In addition, it is investigated how attractive the resulting decommissioning markets for nuclear facilities are or will be from the point of view of decommissioning companies. The remaining operating lives of the individual reactors are often not fixed and procedures in the decommissioning process differ, so that it is unclear at what point in time dismantling work can begin. For this reason, this study analyses the framework conditions of the 17 countries with the most nuclear facilities worldwide in order to derive the times of each individual reactor and thus the market potential of a country from the individual conditions. For countries with a high market potential, their market attractiveness with regard to the decommissioning of nuclear facilities is then examined and analysed using various criteria. It shows that in many western countries measures are carried out to extend the life of nuclear facilities. After power operation, direct dismantling is generally favoured over safe confinement. Post-operation phases to prepare for decommissioning can last between one year and ten years. The scenario technique shows that within the next 10 years between 69 and 103 reactors will be dismantled in 14 countries, which will cost up to 100 billion euros. In France, Germany, the USA, Japan, Russia and Sweden the potential is particularly high, whereas in Great Britain and Canada, for example, no plants will be dismantled in the foreseeable future. The 14 countries with the greatest market potential will also be examined on the basis of macro- and microeconomic factors, their specific market entry barriers and the political environment. The results of these studies show that Europe and APAC in particular will offer interesting opportunities for market entry. Many of today's leading countries in the nuclear industry are characterised by a politically unfavourable situation for the decommissioning of nuclear facilities and a high level of domestic competition. Especially smaller countries are identified as particularly attractive. Here in particular, there are good opportunities for specialised dismantling companies to establish themselves in the market. Spain, Germany and South Korea have been identified as the most attractive countries for market entry. Russia and Japan can be described as unattractive mainly because of their existing market structure.

Availability note (English)

Available from: https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000076792/4992571

Abstract (German)

Die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 führte in vielen Ländern weltweit zu einer Neubewertung der Risiken, die mit der Nutzung der Kernenergie verbunden sind. In der Folge wurde beispielsweise in Deutschland die vorzeitige Außerbetriebnahme von acht Leistungsreaktoren beschlossen und ein Ausstieg aus der Kernenergienutzung zur kommerziellen Stromerzeugung bis zum Jahr 2022 festgelegt. Auch in anderen Ländern kam es zu Betriebseinstellungen und viele Betreiber sehen sich zunehmend steigenden Kosten beim Weiterbetrieb aufgrund technischer Nachrüstungen ausgesetzt. Hinzukommend sind 60 Prozent aller weltweit in Betrieb befindlichen Reaktoren 30 Jahre und älter, womit viele kerntechnische Anlagen das Ende ihrer Auslegungsbetriebszeit erreichen. Daher gewinnt die Stilllegung dieser Anlagen vermehrt an Bedeutung. Die Anzahl kerntechnischer Anlagen, die in den nächsten 10 Jahren zurückgebaut werden, wird in dieser Studie untersucht. Darüber hinaus wird untersucht, wie attraktiv die dadurch entstehenden Rückbaumärkte kerntechnischer Anlagen aus der Sicht von Rückbauunternehmen sind bzw. sein werden. Die Restlaufzeiten der einzelnen Reaktoren sind oft nicht fest vorgegeben und Vorgehensweisen im Stilllegungsprozess unterschiedlich, sodass unklar ist, zu welchem Zeitpunkt Rückbauarbeiten beginnen können. Aus diesem Grund werden in dieser Studie die Rahmenbedingungen der 17 Länder mit den meisten kerntechnischen Anlagen weltweit analysiert, um von den individuellen Bedingungen die Zeitpunkte jedes einzelnen Reaktors und somit das Marktpotential eines Landes herzuleiten. Für Länder mit einem hohen Marktpotential wird im Anschluss mithilfe unterschiedlicher Kriterien deren Marktattraktivität in Bezug auf den Rückbau kerntechnischer Anlagen untersucht und analysiert. Es zeigt sich, dass in vielen westlichen Ländern laufzeitverlängernde Maßnahmen durchgeführt werden. Nach dem Leistungsbetrieb wird in der Regel der Direkte Rückbau gegenüber dem Sicheren Einschluss favorisiert. Nachbetriebsphasen zur Vorbereitung des Rückbaus können zwischen einem Jahr und zehn Jahren andauern. Mithilfe der Szenariotechnik wird gezeigt, dass innerhalb der nächsten 10 Jahre in 14 Ländern zwischen 69 und 103 Reaktoren rückgebaut werden, was Kosten bis zu 100 Milliarden Euro verursachen wird. In Frankreich, Deutschland, den USA, Japan, Russland und Schweden ist das Potential besonders hoch, wohingegen bspw. in Großbritannien und Kanada in absehbarer Zukunft keine Anlagen rückgebaut werden. Die 14 Länder mit dem größten Marktpotential werden des Weiteren anhand von makro- und mikroökonomischen Faktoren sowie ihrer spezifischen Markteintrittsbarrieren und anhand des politischen Umfelds untersucht. Das Ergebnis der Untersuchungen zeigt, dass vor allem Europa und der APAC Raum interessante Möglichkeiten für einen Markteintritt bieten werden. Viele der heute führenden Länder in der Kernindustrie zeichnen sich durch eine für den Rückbau von kerntechnischen Anlagen politisch ungünstige Lage und eine hohe inländische Wettbewerbsintensität aus. Insbesondere kleinere Länder werden als besonders attraktiv identifiziert. Vor allem hier bestehen für spezialisierte Rückbauunternehmen gute Chancen, sich im Markt zu etablieren. Als attraktivste Länder für einen Markteintritt wurden Spanien, Deutschland und Südkorea identifiziert. Russland und Japan können vor allem aufgrund der existierenden Marktstruktur als unattraktiv beschrieben werden.

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Original title (German)
Analyse des internationalen Marktes für den Rückbau kerntechnischer Anlagen. Stand und Ausblick

Publishing Information

Imprint Pagination
357 p.
Journal Volume
25
Series
Working paper series in production and energy
ISSN
2196-7296