Published November 2022 | Version v1
Report

Assessment of radon risk comparisons

Description

Informing the public about the risk of lung cancer from radon in homes is a challenging task. Many people find it difficult to imagine a numerical indication of the level of risk and a radon concentration measured in Becquerels per cubic metre (Bq/m3). That is why it can be helpful to compare the lung cancer risk from radon with other risks (BMU 2019). The idea is that by comparing it with a better-known risk factor such as passive smoking, the risk factor radon and its risk also become more comprehensible. This report is the first overview of numerous comparisons of the radon risk in Germany with the risk of other risk factors. On the one hand, it examines for which risk factors such risk comparisons are possible from an epidemiological and dosimetric point of view. For this purpose, the study situation is assessed for each of the risk factors considered and it is examined to what extent the corresponding risks can be compared with the radon risk: Are the same endpoints considered (e.g. lung cancer or another disease)? Are the same populations studied (e.g. general population or never smokers)? Are the exposure situations comparable (e.g. chronic or acute)? How good are the exposure, risk and dose estimates in each case? Secondly, the report assesses whether the comparisons are meaningful from the perspective of risk communication. It may be that risk comparisons are possible from an epidemiological point of view, but problematic from a communication point of view, e.g. if the complexity of information is increased or the reception of the risk presentation is changed in an unintended direction (trivialisation, dramatisation).

Availability note (English)

Available from: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0221-2022111835224

Abstract (German)

Die Bevölkerung über das Lungenkrebsrisiko durch Radon in Wohnungen zu informieren, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Vielen fällt es schwer, sich unter einer numerischen Angabe der Höhe des Risikos und einer in Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) gemessenen Radon-Konzentration etwas vorzustellen. Deswegen kann es hilfreich sein, das Lungenkrebsrisiko durch Radon mit anderen Risiken zu vergleichen (BMU 2019). Die Idee ist dabei, dass durch den Vergleich mit einem bekannteren Risikofaktor wie z. B. Passivrauchen auch der Risikofaktor Radon und dessen Risiko verständlicher wird. Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um eine erstmalige Übersicht von zahlreichen Vergleichen des Radonrisikos in Deutschland mit dem Risiko anderer Risikofaktoren. Er untersucht zum einen, für welche Risikofaktoren solche Risikovergleiche aus epidemiologischer und dosimetrischer Sicht möglich sind. Hierzu wird für die betrachteten Risikofaktoren jeweils die Studienlage bewertet und geprüft, inwiefern man die entsprechenden Risiken mit dem Radonrisiko vergleichen kann: Werden dieselben Endpunkte betrachtet (z. B. Lungenkrebs oder eine andere Erkrankung)? Werden dieselben Populationen untersucht (z. B. Allgemeinbevölkerung oder Nie-Raucher*innen)? Sind die Expositionssituationen vergleichbar (z. B. chronisch oder akut)? Wie gut sind jeweils die Expositions-, Risiko- bzw. Dosisabschätzungen? Zum anderen bewertet der Bericht, ob die Vergleiche aus dem Blickwinkel der Risikokommunikation sinnvoll sind. So kann es nämlich sein, dass Risikovergleiche zwar aus epidemiologischer Sicht möglich, aber aus Kommunikationssicht problematisch sind, z. B. wenn dadurch die Komplexität von Informationen gesteigert wird oder die Rezeption der Risikodarstellung in eine ungewollte Richtung (Verharmlosung, Dramatisierung) verändert wird.

Additional details

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Original title (German)
Bewertung von Radonrisikovergleichen

Publishing Information

Imprint Pagination
34 p.
Report number
BfS--44/22